Größtes Mandolinenorchester der Welt spielte auf

Reif für das Guinnessbuch der Rekorde

Nachbetrachtung  Weltrekord

Zusammengestellt von Toni Ritter Pressewart der Wanderfreunde Edelweiß Kahl

Bürgstadt am Main: 
Es war schon eine gewaltige Kulisse, als sich am Sonntag, 25. September 2005 auf dem Winzerfestplatz 383 Musikantinnen und Musikanten ein Stelldichein gaben, um gemeinsam als größtes Mandolinenorchester der Welt zu musizieren.

Anlass dazu war das Spessartbundesfest, alljährlich stattfindendes Treffen aller im Spessartbund vereinigten Wandervereine, denen zahlreiche Mandolinenorchester angehören.

Was die Saitenmusiker aus nah und fern den rund 2000 Zuhörern boten, war eine perfekte Klangversion von vier ausgewählten Musikstücken, mit dem Ziel, ins Guinnessbuch der Rekorde zu gelangen. Als Dirigent konnte Helmut Arnold aus Kahl am Main, seit 33 Jahren Leiter des dortigen Mandolinenorchesters, gewonnen werden.

Die Idee zu diesem außergewöhnlichen Event „Größtes Mandolinenorchester der Welt“ entstammt der Vorstandschaft des Spessartbundes und wurde von dessen Jugendbeirat aufgegriffen. Beiratsmitglied Evi Ritter, gleichzeitig Kontrabassistin und Ausbilderin im Mandolinenorchester der Wanderfreunde „Edelweiß“ Kahl, setzte die Vision in die Tat um. Weltrekord11

Das Echo auf den angestrebten Weltrekordversuch war überwältigend. Mandolinenorchester, Kleingruppen und Einzelmusiker aus dem bayerischen und hessischen Spessart, sowie den angrenzenden Regionen Rhein-Main, Odenwald und Main-Spessart gaben ihre Zusagen.

Der 2. Vorsitzende des Spessartbundes, Bürgermeister Helmut Winter aus Karlstein, stellte die beiden großen Sporthallen seiner Heimatgemeinde für gemeinsame Proben aller Teilnehmer zur Verfügung.

Gut gerüstet konnte also der Auftritt des größten Mandolinenorchesters der Welt starten. 200 Mandolinen, 50 Mandolen, außerdem zahlreiche Gitarren und Kontrabässe bildeten die Besetzung.

Mit dem volkstümlichen Marsch „Gut Klang“ spielten sich die Akteure schon zu Beginn schwungvoll in die Herzen der Zuhörer.

Die Beatles, nach wie vor berühmteste Popgruppe der Welt, lieferten die Vorlage für das zweite Stück  „When I`m sixty for“. Dieser Titel zeigt, wie modern Mandolinenmusik sein kann. Ein Top-Hit der nicht nur bei den jüngeren Orchestermitgliedern gut ankommt und somit die vier Pilzköpfe aus Liverpool auch in der „Zupfmusik-Version“ verewigt hat. Weltrekord22

Beim anschließend dargebotenen Franken-Lied, dem bekanntesten Werk des Dichters Victor von Scheffel, war die Woge der Begeisterung nicht mehr zu halten. Mit Gesang aus voller Kehle integrierte sich das Publikum.

Gleiche Stimmung beim Stück Nummer vier, dem Spessart-Lied. „Weißt du wo die Eichen trotzig ragen“, die Lobeshymne auf das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands.

 

Bleibt zu erwähnen, dass sich die 383 Akteure auf 76 Ortschaften, 37 Orchester und 8 Einzelmusiker verteilen.

Die stärksten Gruppen bildeten das Mandolinenorchester der Wanderfreunde „Edelweiß“ Kahl mit 50-, Fidelio Schweinheim mit 31- und die Mandolinenfreunde Haibach mit 28 Personen.

Die jüngsten weiblichen Teilnehmerinnen stammen mit Maria Birkenbach, 7 Jahre, aus Fulda und Beatrice Schebler, 8 Jahre aus Birkenfeld.

Bei den Buben sind dies Phil Dahlem aus Großkrotzenburg, Lukas Dehler aus Petersberg, Sam Reeg aus Karlstein-Dettingen und Felix Warmuth aus Kahl am Main, alle 9 Jahre alt.

Die ältesten hessischen Teilnehmer kommen beide aus Frankfurt am Main, Ruth Reitz, 81 Jahre und Günter Thym, 78 Jahre, die ältesten bayerischen  Teilnehmer waren Adolf Klotzky aus Aschaffenburg, 78 Jahre und Franz Schütter aus Alzenau,

75 Jahre und Selma Hein (73 Jahre) aus Großwallstadt.

Die weiteste Anreise unternahm der Gitarrist Christian Rolf aus dem 300 Kilometer entfernten Beverungen in Westfalen.
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Fazit der musikalischen Organisatorin Evi Ritter:
Durch diesen Weltrekordversuch hat unsere Mandolinenmusik bestimmt an Popularität gewonnen.

Insbesondere liegt mir am Herzen, Kinder und Jugendliche für diese Art von Musik zu begeistern. Der große Anteil junger Musikanten in diesem gigantisch anmutenden Orchester gibt durchaus Anlass zu Optimismus. Dem Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde stand somit nichts mehr im Wege.

Diese Aufgabe übernimmt nun Dr. Gerrit Himmelsbach, 3. Vorsitzender der Spessartbundes, der ebenfalls am Gelingen des Mandolinen - Weltrekordes beteiligt war.

Zu bemerken ist, daß sich auch das Mandolinenorchester der Wandergesellschaft „Frisch Auf“ Münster an diesem  Rekordversuch beteiligt hatte.