Reisebericht: Urlaubstage in Südtirol 2013
Die diesjährige Mehrtagestour führte die Wanderer des Wandervereins “Frisch-Auf“ nach Gais bei Bruneck in Südtirol.
Zu nachtschlafender Zeit brachen 24 gut gelaunte Wanderer und “Tom“ unser netter Busfahrer auf. Die Fahrt war zügig und kurzweilig, so dass wir schon am frühen Nachmittag unser Ziel, das Hotel Windschar in Gais erreichten. Nach der Zimmerverteilung konnte der herrliche Bade- und Saunabereich ausgiebig genutzt werden. Das hervorragende Abendessen und die ersten Gläser Südtiroler Wein entlohnten uns für die Strapazen des langen Tages.
Am nächsten Morgen ging es dann erholt und gestärkt auf die große Dolomiten-Rundfahrt. Wir fuhren von Bruneck nach Toblach und machten einen kurzen Fotostopp am Toblacher See. Durch das Höhensteintal ging es weiter zum Misurina- See, der idyllisch auf 1800 m Höhe liegt. Der Blick auf die berühmten 3 Zinnen war leider durch tiefhängende Wolken getrübt. Unser nächster Stopp war im berühmten Wintersportort Cortina d‘ Ampezzo, das auf 1200 m Höhe liegt. Leider waren fast alle Hotels und Häuser geschlossen, sodass die Stadt einen sehr unbelebten Eindruck machte. Auf der Weiterfahrt zum Falzarego-Pass boten sich immer wieder wunderbare Ausblicke. Es fing sogar kurz an zu schneien! Vom Pass aus hatten wir einen schönen Blick zur Tafana- Gruppe. In einem kleinen Restaurant in Arabba aßen wir zu Mittag. Leider hatte sich der Regen inzwischen verstärkt. Über den Campolengopass ging es weiter nach Corvara und durch das Gadertal zurück nach Gais. Der Nachmittag konnte dann für kleine Wanderungen oder Wellness genutzt werden. Auch das Eiscafé des Ortes wurde ausprobiert und für gut empfunden. Am Abend sahen wir uns dann alle wieder zum kulinarischen Höhepunkt des Tages, dem Abendessen.
Am nächsten Morgen fuhren wir nach Meran über Brixen und Bozen. Schon während der Fahrt wurde das unbeständige Wetter immer schöner. Als wir dann in Meran ankamen, zeigte sich die Stadt von ihrer schönsten mediterranen Seite. Blauer Himmel, Sonne, angenehme Temperaturen, Weinberge, Palmen und viel Grünes empfingen uns. Da kam richtig gute Laune und Urlaubsstimmung auf. Das absolute Highlight war die Besichtigung von Schloss Trautmannsdorf und seinen Gärten. Das Schloss war die Sommerferienresidenz von Kaiserin Elisabeth genannt “Sissi“ und bietet in vielen historischen Räumen Erinnerungen an sie, z. B. einen Original “Sissi-Bademantel“. Der Rundgang durch die Gärten war atemberaubend schön und bot unzählige Fotomotive. Waldgärten, Sonnengärten, Palmenstrand, 2 spektakuläre Aussichtsplattformen, einen See mit Kois und vielen anderen Attraktionen. Die Zeit verging wie im Flug. In der Stadt Meran sahen wir die Laubgasse und das Jugendstil- Kurhaus am Fluss Passeier. Am schönsten war es aber, bei Sonnenschein durch die Stadt zu schlendern und das bunte Treiben auf sich wirken zu lassen. Auf der Rückfahrt gab es eine große Überraschung: wir fuhren die spektakuläre, kurvenreiche und in mehrerer Sicht atemberaubende Passstraße über den Jaufenpass (2000 m), wo noch viel Schnee lag. Nördlich des Passes war es dann auch mit dem schönen Wetter vorbei. Das tat aber der Stimmung nach einem herrlichen Tag keinen Abbruch, zumal wieder ein herrlicher “Italienischer Abend“ auf uns wartete.
Schon war unser letzter Aufenthaltstag angebrochen und wie bestellt wurden wir von der Sonne geweckt. Die Fahrt zum Pragser Wildsee zeigte die umliegenden Berge endlich ohne Wolken. Der Pragser Wildsee 1500 m hoch ist ein wunderschöner Dolomitensee, den wir mit vielen Fotostopps umwanderten. Sogar für eine Rast in der Sonne war noch Zeit.
In Bruneck wurde noch eine Mittagsrast eingelegt, die wir zum Bummeln durch die mittelalterliche Stadt nutzen konnten. Nachmittags war dann noch einmal Zeit für die schöne Kirche in Gais. Manche zogen aber auch das Eiscafé oder Schwimmbad vor. Der Tag klang aus mit einem Candle- Light- Dinner (6 Gänge) und anschließender Geselligkeit.
Am nächsten Morgen hieß es Koffer packen und Abschied nehmen. Bei strömendem Regen fuhren wir durch Österreich und legten noch einen Stopp im „Schwangauer Brauhaus“ mit Blick auf die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau ein. Dort gab es deftiges Essen und ein kräftiges Bier. So konnten die letzten 400 km unserer Heimfahrt gestärkt angefangen werden.
Alles in allem war dies eine wunderbare Reise mit unvergesslichen Eindrücken. Wir danken der Firma Winzenhöler für das ausgesuchte Reiseziel, unseren Wanderführern Bernhard Mathy und Hans Braun für die Organisation der Reise und unserem Busfahrer Tom für seine besonnene und sichere Fahrt und seinen Humor.
Dieser Reisebericht wurde geschrieben von Brigitte Mark.
Die Fotos stammen von Karin und Bernhard Mathy.
Herzlichen Dank an alle!!!!